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Kuba und Mercosur unterzeichnen Handelsvereinbarung trotz Wirtschaftsblockade der USA

geschrieben von dfp in Paraguay - Wirtschaft - 24 Jul, 2006

CORDOBA - Kuba und der Mercosur haben am 21. Juli während des 30. Mercosur-Gipfels Vereinbarungen unterzeichnet. Dadurch sollen unter anderem die Zölle verringert werden, damit der Handel zwischen Kuba und den Ländern des Mercosur verstärkt wird. Die Mitglieder des Mercosur erklärten, dass dieser Vertrag vor allem einen politischen Wert habe. Sie bezogen sich dabei auf die Wirtschaftsblockade, die die Vereinigten Staaten seit fast einem halben Jahrhundert gegen Kuba ausüben.

Dieser Freihandelsvertrag, die Integration von Venezuela in den Mercosur und die Möglichkeit des Beitritts von Bolivien, machen den Mercosur immer stärker und sorgen dafür, dass er weltweit immer mehr Einfluss gewinnt, nicht nur im Handelsmarkt, sondern auch politisch und sozial.

Einige Analysten behaupten, dass sich der Mercosur zum Hauptkonkurrenten der USA entwickelt. Jedoch behauptet der brasilianische Präsident Luiz Inácio da Silva, dass der Mercosur zur Staatspolitik gehöre, und nicht rechts oder links gerichtet sei.

Der Mercosur könnte die Alternative zum US-Hinterhof darstellen. Aber noch ist nicht raus, ob die Organisation ein Erfolg wird. Ohne Zweifel ist der Einfluss von Venezuela nicht zu unterschätzen. Das beweist bereits die Tatsache, dass Kubas Staatschef Fidel Castro offiziell in Cordoba weilte. Bei allen Verhandlungen, in denen die USA den Ton angeben, ist er ein Paria. Zwar ist Washington im Mercosur nicht mit dabei, Kuba ist jedoch ebenfalls kein Mitglied, weder vollständig, noch assoziiert, noch, wie Mexiko, in Verhandlungen. Formal hätte Castro in Argentinien also nichts zu suchen gehabt; dass er doch kam, kann als politisches Zeichen verstanden werden.

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